Der Kopf voll, das Notizbuch leer
Er sitzt da, den Stift in der Hand, das Notizbuch vor sich aufgeschlagen. Die Seiten sind weiß, fast trotzig leer. Eben noch hat er einen inspirierenden Podcast gehört, eine kluge Passage in einem Buch gelesen, ein spannendes Video geschaut. So viel Wissen, so viele Gedanken – und doch: kein einziger Satz findet seinen Weg aufs Papier.
Er blättert zurück, schaut auf frühere Notizen. Einige Sätze, unterstrichene Wörter, Pfeile, Fragen. Heute dagegen: nichts. Keine Idee, wo er anfangen soll. Alles scheint wichtig. Oder unwichtig. Oder zu kompliziert. Oder zu viel.
Er schließt das Notizbuch. „Ich mach das später", murmelt er. Und weiß schon jetzt:
Kommt dir das bekannt vor? Dass du das Gefühl hast, du müsstest alles aufschreiben, aber nicht weißt, was wichtig ist.
